Brand landwirtschafliches Anwesen


Datum: 26. April 2020 
Alarmzeit: 1:48 Uhr 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Kautendorf 
Mannschaftsstärke: 1/3/22 
Fahrzeuge: ELW 1 , LF 20/16-P750-CAFS , DLK 23-12 , HLF 16/20 , SW 2000 , TLF 24/50-CAFS , MZF  
Weitere Kräfte: Feuerwehr Döhlau , Feuerwehr Draisendorf , Feuerwehr Kautendorf , Feuerwehr Kühschwitz , Feuerwehr Oberkotzau , Feuerwehr Regnitzlosau , Feuerwehr Schwarzenbach/Saale , Feuerwehr Stadt Hof , Feuerwehr Tauperlitz , Feuerwehr Wurlitz , Land 2 , THW OV Hof , UGÖEL  


Einsatzbericht:

In den ersten Stunden des Sonntagmorgens wurden neben den Feuerwehren der Gemeinde Döhlau unter anderem auch die Feuerwehr Rehau mit Drehleiter und Großtanklöschfahrzeug zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens mit angrenzendem Wohnhaus und Garagentrakt in der Kautendorfer Ortsmitte alarmiert.

Bereits auf Anfahrt war der Feuerschein deutlich sichtbar, so dass von Kreisbrandmeister Jochen Bucher, der die Einsatzleitung übernahm, die Alarmstufe auf das Stichwort B5 erhöht wurde. Zusätzlich wurden zwei weitere Tanklöschfahrzeuge zur Sicherstellung der Wasserversorgung angefordert.

Durch die Erhöhung der Alarmstichworte wurden dann auch aus Rehau die beiden Löschfahrzeuge und der Schlauchwagen nachgefordert.

Vor Ort wurden frühzeitig zwei Brandabschnitte gebildet. Im Nördlichen Bereich, geleitet vom Kommandanten der Feuerwehr Tauperlitz, lag der Schwerpunkt auf der Brandbekämpfung der betroffenen Scheune, sowie die Widerstandslinie zum benachbarten Gehöft.

Der Abschnitt im südlichen Teil, geleitet vom Rehauer Kommandanten, wurde vom Rehauer Löschzug unterstützt durch Kräfte der Feuerwehr Hof übernommen. Hier galt es mittels Wenderohren der Drehleitern aus Rehau und Hof die Brandbekämpfung des bereits auf den Garagentrakt übergegriffenen Feuers zu übernehmen. Gleichzeitig galt es das angebaute Wohnhaus abzuschirmen, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. 

Die Löschmaßnahmen führten schließlich zum Erfolg, so dass das Wohnhaus nahezu unbeschädigt blieb. Unterstützt wurde dies durch Löschmaßnahmen im Innenhof aus dem zweiten Abschnitt, u.a. mit einem mobilen Wasserwerfer. Zum Ablöschen sämtlicher Glutnester wurde vom Korb der Rehauer Drehleiter mittels Rettungssäge der Dachstuhl der Garagentraktes geöffnet und mit dem Löschwasser beigefügtem Netzmittel großflächig abgelöscht.

Als glücklicher Umstand erwies sich der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Dorfteich. Mittels fünf Pumpen, u.a. des Schlauchwagens aus Rehau, konnte so ausreichend Löschwasser bereitgestellt werden.

Im weiteren Verlauf wurde über die beiden Rehauer Führungsfahrzeuge eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet, die den Atemschutzeinsatz koordinierte. Die UG-ÖEL richtete die zentrale Einsatzleitung ein, das THW übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte und die Ausleuchtungsarbeiten.

Mit Sonnenaufgang konnten nach über vier Stunden die Rehauer Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen, die weiteren Nachlöscharbeiten und Brandwache wurden durch die drei Feuerwehren der Gemeinde Döhlau übernommen.

Th. Schaller